Aroniabeere pflanzen, pflegen und ernten

Die Aroniabeere ist seit einiger Zeit in aller Munde. Die Vitaminbeere ist besonders bekannt wegen ihres hohen Anteils an wertvollen Pflanzenstoffen. Flavonoide, Vitamin K und C und vielen weiteren Inhaltsstoffen in recht hoher Konzentration. Vor allem der Aroniasaft wird von gesundheitsbewussten Menschen zur Vorbeugung vor Krankheiten und zur Stärkung des Immunsystems getrunken. Die besondere Kraft der Aroniabeere liegt im sehr hohen Anteil von Anthocyan, einem Pflanzenfarbstoff, der in der Apfelbeere dreifach so hoch vorkommt wie zum Beispiel in der Heidelbeere. Als Antioxidanz bekämpft dieser sekundäre Pflanzenstoff freie Radikale und hilft bei der Vorbeugung von Krankheiten, wirkt positiv auf das Herz-Kreislauf-System und heilend auf Magen- und Darmbeschwerden. Wir wollen uns in diesem Beitrag damit befassen, wie man Aroniabeere pflanzen, pflegen und ernten kann, um diese dann zu tollen Produkten weiterzuverarbeiten.

Aroniabeere pflanzen – Welche Sorte eignet sich am besten?

Im Prinzip gibt es nur drei Wildsorten der Aroniabeere – die filzige Apfelbeere, die schwarze Apfelbeere und eine natürliche Hybride der beiden. Allerdings wurden noch ein paar mehr Aroniabeersorten durch Züchtungen geschaffen, die sich meist nur in kleinen Details voneinander unterscheiden und regional geprägt sind. Einen Überblick über die verschiedenen Sorten der Aroniabeere finden Sie natürlich auch bei uns im Aronia-Langlebenhof-Blog. Die Kultursorten sind meist größer als die wilden Sorten der Aroniabeere und besitzen einen geringeren Anteil an Gerbsäure, was sie etwas weicher im Geschmack macht. Die Sorte Nero, ursprünglich aus der Sowjetunion, woher auch der Entdecker der Vitaminbeere stammt, sticht dabei ganz besonders heraus. Sie hat einen regelmäßigen und sehr hohen Ertrag. Deswegen wird diese Sorte der Aroniabeeren auch am meisten angebaut.

Aroniabeere pflanzen – Standort und Zeitpunkt

Die Aroniabeere ist nicht nur eine wahre Superbeere, sondern auch noch anspruchslos und sehr anpassungsfähig. Genau so eine Frucht, die sehr viel Vitamin C und wichtige Inhaltsstoffe für eine gesunde Ernährung liefert, hatte Wladimirowitsch Mitschurin für den russischen Zaren ja auch gesucht. Die Aroniabeeren kommen mit fast jedem Boden zurecht. Sie gedeihen auch auf sehr steinigen und kargen Böden in mittleren Höhenlagen. Die Aronia Pflanzen bevorzugen, wenn sie die Wahl haben, aber dann doch Standorte mit hoher Luft- und Bodenfeuchtigkeit. Die Aroniabeere gedeiht besonders gut an sonnigen oder halbschattigen Plätzen. Sie verträgt aber auch ein raues Klima mit Wind, niedrigen Temperaturen. Wenn Sie keinen Garten haben, können Sie sogar auf dem Balkon oder der Terrasse in Kübeln Aroniabeeren pflanzen.

Die beste Zeit, um die Aroniabeere zu pflanzen, ist der Herbst. Wenn die Blätter abgeworfen sind, ist die Pflanze aus ihrer Vegetationsphase heraus und kann den ganzen Winter über richtig gut anwachsen und viele Wurzeln bilden. Schon im Frühjahr werden Ihre Aroniasträucher üppig blühen und reichen Ertrag bringen. Sträucher im Kübel oder Topf können Sie ganzjährig pflanzen. Achten Sie darauf, dass die Pflanze vier bis fünf Triebe besitzt, das ist das absolute Minimum. Am besten ist es, wenn Sie die Aroniabeere wurzelnackt pflanzen. Die Pflanzen sind also nicht in einem Topf mit Erde, sondern werden ohne diesen geliefert bzw. auf der Aronia-Plantage verkauft. Diese können Sie bis weit in den November, oft sogar Dezember, draußen auspflanzen. Die wurzelnackten Aroniapflanzen benötigen einen Pflanzschnitt. Tote und beschädigte Triebe sollten Sie entfernen und am besten auch die Hauptwurzel frisch anschneiden. So wächst Ihre Aronia richtig gut an.

Aroniabeere pflegen und schneiden

Richtig viel Pflege braucht die sehr dankbare Aroniabeere nicht. In den ersten beiden Jahren sollten Sie ihr einen leichten Aufbauschnitt gönnen. Danach können je nach Bedarf einzelne Triebe zum Verjüngen herausgenommen werden. Dünger benötigt die schwarze Apfelbeere nicht. Sie können beim Einpflanzen aber gern ein bisschen Kompost mit unter die Erde mischen. Um den Boden vor Austrocknung und zu starkem Unkrautbewuchs zu schützen, können Sie Rindenmulch benutzen oder Bodendecker pflanzen.

Auch ein regelmäßiges Gießen ist nicht notwendig. Wenn es ganz normal regnet, reicht das eigentlich aus. Bei längeren trockenen Perioden muss natürlich auch die Aronia ab und an, besonders, wenn die Beeren schon anfangen zu reifen, gegossen werden.

Was muss ich beim Überwintern der Aroniabeere beachten?

Die Aronia gedeiht auch prächtig in sehr kalten Gebieten. Daher sind Pflanzen im Freien winterhart und Sie brauchen sich keine Gedanken um eine Wintervorsorge machen. Wenn Sie Aroniabeeren in Töpfen oder Kübeln haben, schützen Sie sie mit geeigneten Matten, Laub oder Tannengrün. Stellen Sie die Kübel auf Holz, verhindern Sie aufkriechende Kälte und Frost vom Boden.

Die Ernte von Aroniabeeren

Die Ernte der Beeren erfolgt meist Ende August bis Oktober. Das variiert je nach Region und klimatischen Bedingungen. Doch pflücken Sie die Beeren nicht gleich, wenn diese eine dunkle Färbung angenommen haben. Das ist in den meisten Fällen zu früh! Im Gegensatz zu der Heidelbeere zum Beispiel ist die Aroniabeere, wenn sie an ihrer Schale die dunkle Färbung angenommen hat, noch nicht reif. Die Früchte reifen auch nicht nach. Deswegen raten wir vor allem Anfängern, die Aroniabeeren vor der Ernte genauer unter die Lupe zu nehmen. Schauen Sie sich das Fruchtfleisch der Vitaminbeere an. Ist es genauso dunkel wie die Schale, dann ist die Aroniabeere reif. Auch eine kleine Kostprobe darf gerne sein. Gibt die Beere schon eine leichte Süße, dann darf sie geerntet werden. Lassen Sie die Beeren ruhig eine Weile hängen. Sie werden nur noch besser, vor allem im Hinblick auf den Vitamingehalt, den Gesundheitswert und den Geschmack. Keine Angst vor Schrumpelbeeren – sie sind wertvoll!

Schädlinge der Aroniabeeren

Die Aroniabeere ist sehr robust. Nicht nur gegen Wettereinflüsse, sondern auch gegen Schädlinge. Die größten Feinde sind: Apfelmotten, Blattläuse, Pflaumensägewespen und Rote Spinnen. Bei Befall mit der Pflaumensägenwespe fallen zum Beispiel die unreifen Beeren von der Pflanze ab und haben kleine Löcher. Haben Ihre Pflanzen kaum noch Früchte und die Blätter fallen ab, ist höchstwahrscheinlich die Apfelmotte dafür verantwortlich. Stark eingerollte Blätter deuten auf die Blattläuse hin und viele kleine helle Punkte sind ein Zeichen für die Rote Spinne.

Setzen Sie möglichst natürliche Mittel wie spezielle Ölpräparte oder Gegenspieler wie die Laubkäfer, Raubwanzen, Raubmilben, Marienkäfer und Florfliegen gegen den Schädlingsbefall ein. Schlupfwespen helfen super gegen die Apfelmotten. Aber keine Sorge, der Befall der Aroniabeere mit Schädlingen ist wirklich sehr selten.

Sind die Beeren geerntet, werden sie in vielfältiger Art und Weise weiterverarbeitet. Der Klassiker ist der Aroniasaft, den Sie verdünnt mit anderen Fruchtsäften oder Wasser täglich zu sich nehmen können. Aber auch getrocknete Beeren im Müsli oder Pulver im Smoothie bringen die volle Power der Aroniabeere in Ihren täglichen Speiseplan. Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Verarbeitungsmöglichkeiten der Beeren, wie die Herstellung von Marmeladen oder Likören. Schauen Sie doch einfach in unserem Aronia-Shop vorbei und stöbern Sie in unseren tollen Produkten.