Rezept: Aronia-Wein

Man kann aus dem leckeren Aroniasaft natürlich auch einen Wein machen, dass ist nicht allzu schwer, wir erklären es hier. Doch zuvor ein paar Worte zu diesem sehr speziellen Blog.

Ein Rezept Aronia Wein anzubieten hat bei uns natürlich zu einer Diskussion geführt. Aronia wird stets mit dem Thema Gesundheit, gesunde Ernährung und Natur in Zusammenhang gesehen. Und Wein enthält schließlich Alkohol.

Doch wir haben uns trotzdem für dieses Thema entschieden, denn schließlich ist Wein, in Maßen genossen, nicht unbedingt schädlich, es kommt auf einen verantwortungsvollen Umgang an. Und das Thema ist auch einfach zu spannend….

Rezept: Aronia-Wein selbst herstellen

Bevor Sie sich ans Ernten der Beeren machen, sollten Sie sich gründlich im Internet informieren, welche Utensilien UNBEDINGT von Nöten sind. Denn wenn eines davon fehlt, kann das über Erfolg und Misserfolg entscheiden. Wein selbst herstellen ist nicht so einfach wie man vielleicht denken mag. Hier eine kleine Übersicht:

Sie brauchen:

-Einen Gärballon (10 ltr. Groß sollte eig reichen)
-Vinometer zum Messen des Alkoholgehalts
-eine Waage
-ein sauberes Tuch
-große, metallfreie Schüsseln
-Trichter

Wenn Sie ein wenig im Internet stöbern, finden Sie bereits Starterkits mit Gärballon, bei denen oben genannte Teile bereits dabei sind.

 

Welchen Aronia-Wein will ich machen?


Grundsätzlich unterscheidet man bei der eigenen Wein-Herstellung zwischen der Saft- und der Maischegärung. Die von Ihnen geernteten Beeren müssen als erster Arbeitsschritt zerstampft werden. Bitte darauf achten, keine metallhaltigen Utensilien zu verwenden (z.B. Pürierstab, Metallschüssel) Das könnte den Geschmack des Aronia-Weins erheblich beeinflussen.  Achten Sie wirklich darauf, jede einzelne Beere zu zerdrücken, am Besten mit der Hand oder einem Holzstampfer.

Als Nächstes presst man diese gewonnene „Maische“ entweder aus und gibt den Saft in den Gärballon. Hier spricht man dann von der „Saftgärung“. Oder man gibt den gesamten Brei in das Behältnis und lässt es vergären, dies nennt man dann „Maischegärung“. Bei letzterem Verfahren wird der Wein schöner an Farbe und Geschmack, es entfalten sich mehr Aromen. Das liegt daran, dass auch die Hefen auf der Schale sowie alle Farbstoffe mit vergoren werden.

 

Auf die richtige Menge kommts an 

 

Zur Menge lassen sich keine genauen Angaben zu Aronia-Wein machen. Sie müssen auf jeden Fall sicherstellen, dass immer genug Luft im Gärballon ist. Bei einem 10ltr. Gärballon empfehlen wir etwas die Hälfte des Volumens, sprich in diesem Fall dann 5-6 Kilo Beeren. Bei der Gärung kann es passieren, dass die Maische etwas ansteigt. Notfalls einfach vorsorgen, und eine Wanne darunter stellen.

Ist die Maische oder der Saft nun im Ballon, müssen wir die Hefe hinzugeben. Erfahrungsgemäß eignet sich hierzu Reinzuchthefe am Besten (sollte im Starterset enthalten sein, gibt es aber auch im Internet zu bestellen). Wichtig ist jetzt, dass Sie nochmal alles kräftig durchschütteln.
Als Nächstes kommt noch der Gärverschluss.

Lasset die Gärung beginnen

Hier müssen Sie besonders darauf achten, dass dieser gut sitzt, dicht ist und mit Wasser befüllt. Nur so können die entstehenden Gärgase entweichen, und es kommt dabei keine Luft in den Gärballon. Ab jetzt beginnt der Prozess. Sie merken, dass ihre Maische gärt, wenn sie es oben im Gärverschluss „blubbern“ hören und sehen. Der Gärprozess ist jetzt in vollem Gange. Bis zu diesem Zeitpunkt sollten Sie den Gärballon bei konstanten 18-20 Grad lagern, wenn die Gärung begonnen hat können Sie ihn dann auch in den Keller stellen. Kalte Temperaturen machen nichts, die Hefen arbeiten dann nur langsamer.

Nach ca. 3-4 Wochen sollte der Gärprozess dann zu Ende sein. (Es steigen im Gärspund oben keine Blasen mehr auf). Nun gilt es, die Abfüllung vorzubereiten. Am Besten informieren Sie sich im Internet darüber, denn auch hier kann man vieles falsch und den ganzen Aufwand zunichte machen. Hier sollten Sie auf Sauberkeit und Hygiene besonderen Augenmerk legen. Um auf Nummer sicher zu gehen, empfehlen wir hierzu eventuell auch niedrige Mengen an Konservierungsmittel, vor allem für „unerfahrene Winzer".

Fast geschafft....

Nach all diesen komplizierten Produktionsschritten dürfen Sie sich jetzt entspannen, und Ihren ersten selbst gemachten Aronia-Wein genießen. Vermutlich ist der Geschmack anfangs noch etwas gewöhnungsbedürftig, jedoch halten Sie ein exklusives Naturprodukt in den Händen. Selbst hergestellt, und ohne unnötige Inhaltsstoffe. Besser geht es wohl kaum...

Wir sind gespannt auf Ihr Ergebnis, geben Sie uns gerne Bescheid wie ihr Wein geworden ist! Sollten Sie noch Aroniasaft zur Weinherstellung brauchen, einfach >>hier entlang

 

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