Ist Aronia bienenfreundlich?

Vom sogenannten Bienensterben haben Sie sicher schon einmal gehört. Nur noch vereinzelt kann man Reportagen zu diesem wichtigen Thema finden, in den Nachrichten findet es jedoch kaum noch Beachtung. Wenn wir allerdings einige Jahre vor die Pandemie zurückdenken und uns an die Landtagswahlen 2018 erinnern, fällt uns vielleicht etwas mehr zu dem Thema ein. Damals wurde das Bienensterben sehr stark für den Wahlkampf im Rahmen der Umweltpolitik verwendet. Leider ist seitdem das Interesse an diesem Thema für die meisten Menschen der Bevölkerung wieder abgefallen.

Dennoch ist das Thema für uns nicht in Vergessenheit geraten. Jedes Jahr pflanzen wir eine hohe Menge an bienenfreundlichen Pflanzen- die Aroniabeere.. In diesem Blogbeitrag möchten erfahren Sie, worum es beim Bienensterben eigentlich geht und was die Aroniabeere bienenfreundlich macht. 

Ist Aronia bienenfreundlich und was hat das Bienensterben damit zu tun?

Das Bienensterben: eine Definition

Wenn man sich mit dem Begriff "Bienensterben" kommt man nicht umhin sich mit seiner eigenen, auch politischen, Orientierung zu beschäftigen.

Auf der einen Seite ist der Begriff „Bienensterben“ ein Schlagwort in den Medien und in Debatten. Die Kernaussage des Begriffs ist, dass die Zahl der westlichen Honigbiene immer weiter zurück geht. Schuld daran ist die industriell-technische Landwirtschaft, mit Monokulturen und Pestiziden, die den Bienen ihre Nahrung und ihren Lebensraum wegnimmt. Die Folge: Die Lebensmittelproduktion wird auf kurz oder lang unter der fehlenden Bestäubung durch Bienen leiden.

Auf der anderen Seite ist „Bienensterben“ ein Fachausdruck. Aus wissenschaftlicher Sicht existiert das Bienensterben nicht in dem globalen Ausmaß, das in den Medien oft angesprochen wird. Vielmehr hat das Sterben von einzelnen Bienenvölkern mit lokalen Umständen zu tun, deren Effekt und Ursache nicht auf die Masse übertragen werden kann. In vielen Fällen hat man das „Bienensterben“ an klaren Ursachen festmachen können- So hat zum Beispiel die eingeschleppte Varroamilbe einen erheblichen Schaden angerichtet.

Auch ist es unklar, weshalb es zu einer erhöhten Sterberate in den Wintermonaten kommt. In den meisten Fällen gibt es zu viele Variablen, die eine pauschale Aussage unmöglich machen. 

Wir stellen fest: Es gibt zum Thema Bienensterben keine allgemeingültige Aussage, denn zu viele unterschiedliche Beobachtungen und Meinungen verschleiern das Gesamtbild. Von einer Lösung für das Problem ist man daher leider noch weit entfernt. Doch die Sorge um das Aussterben der Biene und vielen anderen Insektenarten ist nicht nur berechtigt, sondern ein Thema, dass mehr Beachtung verdient. 

Was kann das Pflanzen von Aronia dagegen tun?

Da sich Bienen von Pollen ernähren, die sie beim Bestäuben der Pflanzenblüte sammeln, sind sie stark von Ihren direkten Umweltbedingungen abhängig. Im Fall der Honigbiene bestimmt die Zusammensetzung der Pollen den späteren Geschmack und die Zusammensetzung des Honigs. Bienen haben sich über die Zeit an ihr Umfeld angepasst. Wenn dieses bekannte Umfeld nun verändert oder gar zerstört wird, hat dass für die Bienen ernsthafte Folgen. Wir dürfen hierbei auf keinen Fall vergessen, dass Bienen nicht nur gute Honiglieferanten sind, sondern auch einen Großteil der Pflanzen, die uns als Nahrung dienen, bestäuben. Und ohne diese Bestäubung tragen diese Pflanzen keine Früchte.

Monokulturen und Pestizide sind zwei der größten Faktoren, die laut Imkern zu weniger Honigproduktion, geringerer Qualität und einer erhöhten Sterberate beitragen. Mit der Pflanzung von Aroniabeeren wird den Bienen während der Blütezeit eine weitere Nahrungsquelle zur Verfügung gestellt. Mit dem zusätzlichen Verzicht (oder verantwortungsvollem Umgang) auf Pestiziden, wie es bei uns am Langlebenhof der Fall ist, wird sicher gegangen, dass die Bienen keine Schadstoffe in den Bienenstock mit einschleppen.

Was vielleicht klein und unbedeutend wirkt, hat letztlich eine große Wirkung. Denn auch viele kleine Schritte ergeben ein Gesamtbild. 

Doch ist Aronia nun Bienenfreundlich?

Die für uns wichtigste Frage ist einfach beantwortet: Ja, Aronia ist bienenfreundlich.

Gerade, wenn Erntezeit am Langlebenhof herrscht, können wir das beobachten. Übrig gebliebene Beeren oder auch heruntergefallene sind für die Bienen ein wahrer Festschmaus. 

Wie es mit der Biene in unserem modernen Ökosystem weitergeht, ist schwer abzuschätzen. Es gibt einfach zu viele Faktoren, die einen Einfluss auf die Biene und andere Insekten haben. Sicher ist jedoch, dass das vermehrte Eingreifen des Menschen in die Natur immer mehr Probleme aufwerfen wird. Wir müssen darauf vorbereitet sein unsere Wege anpassen zu müssen, nicht nur für die Bienen, sondern auch für uns.

 

Wer jedoch bei uns Aronia-Produkte erwirbt kann sich sicher sein, dass er einen aktiven Anteil an der Arbeit gegen das Bienensterben hat. Und ist es nicht viel schöner bei einem Glas frischem Aronaisaft dem Brummen der Bienen zu lauschen? 

 

Von Samuel Globisch

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