Was bedeutet Inklusion?

Inklusion ist ein Begriff, der einem immer häufiger über den Weg läuft. Mit großer Wahrscheinlichkeit kennen auch die meisten die Bedeutung dieses Wortes. Das Wort kommt vom lateinischen „includere“, was so viel bedeutet wie „beinhalten oder miteinschließen“. Meist sieht man das Wort als Verb, wenn zum Beispiel etwas „Inklusive“ ist.

Was Inklusion allerdings wirklich aussagt, wie vielfältig Inklusion eigentlich wirklich ist und wie jeder einzelne seinen Beitrag dazu Leisten kann, ist jedoch weitestgehend unbekannt.

In diesem Blogbeitrag möchten wir Ihnen ein bisschen darüber erzählen, worauf es bei der Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigung in die Gesellschaft und das Arbeitsumfeld wirklich ankommt und auch darüber, wie wir uns hier am Langlebenhof aktiv dafür einsetzen.

  

Worum geht es bei Inklusion?

Wie bereits angesprochen ist das Ziel von Inklusion Menschen mit Beeinträchtigungen in die Gesellschaft mit aufzunehmen. Unter den Begriff „Beeinträchtigung“ fallen vor allem Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen und zu einem Teil auch diese, mit seelischen Behinderungen. Das Ziel ist es, diesen Menschen zu helfen, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. Aber vor allem auch sich in ihrer Umgebung wohlzufühlen und sich selbst wertzuschätzen. Es geht darum denjenigen zu helfen, die von vielen immer noch als Randgruppe der Gesellschaft betrachtet werden und auch oft mit Ausgrenzung zu kämpfen haben.

Zusammengefasst kann man sagen, dass es darum geht Menschen mit Beeinträchtigung ein uneingeschränktes Leben zu ermöglichen, in dem sie sich frei entfalten können.

 

Wie funktioniert Inklusion?

Inklusion ist ein Prozess, der in verschiedene Stufen eingeteilt werden kann. Es ist eine Aufgabe, die ihre Zeit benötigt und nicht von heute auf morgen erledigt ist. Inklusion beginnt mit dem Willen, benachteiligten Menschen helfen zu wollen. Viele Menschen mit Behinderungen fühlen sich oft seit dem Kindesalter ausgeschlossen, weil sie sich selbst als „anders“ wahrnehmen. Ein wichtiger Schritt ist deshalb, den Menschen zu zeigen, dass sie genauso ein Teil unserer Gesellschaft sind, wie jeder andere auch und dass sie sich nicht vor Vorurteilen fürchten müssen.

Somit ist es nun unsere Aufgabe, der Gesellschaft aufzuzeigen, dass jeder, der körperlich oder geistig eingeschränkt ist, trotzdem ein Teil der Gesellschaft ist und in deren Mitte gehört. Genau so wie jeder andere auch.

Weiterhin ist unser Ziel dafür zu sorgen, dass eingeschränkte Menschen den gleichen Zugang zu Kultur, Kunst und sozialen Kreisen haben. Ebenso gilt es auch zu garantieren, dass die Hürden dahingehend gesenkt werden und am Ende gar nicht mehr vorhanden sind.

 

Wer kann zur Inklusion beitragen?

Kurz und knapp gesagt: „Jeder!“ Jeder Einzelne von uns kann dazu beitragen, dass es Menschen mit Behinderung leichter fällt, sich in unserer Gesellschaft integriert zu fühlen. Dies beginnt schon bei einem selbst, indem man sich hinterfragt, ob man denn Vorurteile gegenüber beeinträchtigten Menschen hat. Es beginnt dabei, seinen Kindern zu erklären, dass jeder Mensch, unabhängig von seinen Problemen, dazu gehört.

Auf einer größeren Skala geht es darum, das gesellschaftliche Leben für Beeinträchtigte zugänglicher zu machen. Initiativen gehen von Rollstuhlrampen vor Schuleingängen bis hin zu Audioguides in Museen, für Menschen mit kognitiven Einschränkungen. Weiterhin beinhaltet Inklusion die Bereitstellung von Einrichtungen und Personal, das sich auf individueller pädagogischer Basis mit Menschen mit Behinderung beschäftigt, wie auch Arbeitgeber, die bereit dafür sind zu helfen, Menschen mit Beeinträchtigung in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Ob im großen oder kleinen Maß, jeder kann etwas für mehr Inklusion tun. Es liegt an uns Allen, in der Gesellschaft zusammenzuhalten und niemanden auszugrenzen!

 

Inklusion am Langlebenhof

Hier am Langlebenhof mit der Daniel-Dorn-Stiftung ist es unsere Aufgabe Menschen mit Trisomie 21 (Down-Syndrom) in Ihrem täglichen Leben zu helfen und wir setzen uns dafür ein, dass diese sich nicht ausgeschlossen oder benachteiligt fühlen.

 

Eine Persönliche Notiz: „Aus Erfahrungen mit einigen meiner Mitmenschen weiß ich, dass es einige Leute gibt, die sehr starke Vorurteile gegenüber Menschen mit Down-Syndrom hegen.

Für mich ist das einfach nur erschreckend. Von den ersten Unterhaltungen mit Personen mit Down-Syndrom die ich hier am Hof hatte bin ich davon überzeugt, dass jeder dieser Menschen offener und gutherziger ist, als viele von uns. Niemand hat das Recht diese Menschen als etwas geringeres zu betrachten, als irgendjemand anderen. Egal mit welchen Problemen ein Mensch kämpft und wie „anders“ dieser Mensch auch scheinen mag, ist er genauso ein Teil unserer Gesellschaft wie jeder andere auch. Hier am Langlebenhof ist es unsere Aufgabe dafür zu sorgen, dass das auch passiert. Das ist Inklusion!"

 

Wir hoffen, wir konnten in diesem Blogbeitrag einige Fragen zu klären und Ihnen einen Einblick in unsere Philosophie geben. Inklusion ist wichtiger als viele denken. Helfen Sie mit und gehen Sie mit gutem Beispiel voran :)

geschrieben von Samuel Globisch

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