Wie kann man Aronia trocknen?

Seit jeher konservieren Menschen Lebensmittel, um sie länger haltbar zu machen. Marmeladen werden eingeweckt, Fleisch wird gepökelt, Säfte pasteurisiert, Kraut fermentiert und vieles kann man einfrieren. Eine der beliebtesten Konservierungsmethoden ist jedoch, vor allem bei Beeren, das Trocknen. Wie Sie Aronia trocknen können, warum die Aroniabeere in der Geschichte der Menschheit fürs Trocknen so beliebt war, und welche Unterschiede es gibt, lesen Sie in diesem Blogbeitrag

Aronia trocknen – so geht’s! 

Für alle Aroniafans, die nicht wissen, was Sie mit Ihren ganzen Aroniabeeren vom heimischen Anbau anfangen sollen, ist trocknen eine kostengünstige, und vor allem schonende Alternative, die wertvollen Beeren haltbar zu machen. Vor allem im Winter sind getrocknete Aroniabeeren eine sehr leckere Nasch-Alternative.

Die einfachste Lösung ist das Trocknen an der Sonne: Wenn Sie in draußen bei sich im Garten oder auf dem Balkon einen sonnenverwöhnten Platz haben, verteilen Sie ihre Beeren einfach dort auf einem Tisch oder Backblechen, und lassen Sie sie für ein bis zwei Tage liegen. Denken Sie aber daran, ihren Vorrat vor Räubern zu schützen (spannen Sie zum Beispiel ein Netz gegen Vögel und Mäuse). Wenden Sie die Beeren außerdem alle paar Stunden. Wenn die Beeren ganz durchgetrocknet sind, können Sie diese an einem dunklen trockenen Ort ganz einfach aufbewahren. Um die Haltbarkeit der Beeren zu maximieren, füllen Sie diese in einem luftdichten Behälter ab. 

Der Backofen – das einfachste Mittel zum Trocknen Ihrer Aroniabeeren 

Die meisten haben einen Backofen zuhause. Auch dieser eignet sich ganz hervorragend zum Haltbarmachen Ihrer Beeren. Im günstigsten Fall verfügt ihr Backofen über die Umluft-Funktion, diese eignet sich fürs Trocknen am besten. Falls dies nicht der Fall ist, einfach Ober-/Unterhitze wählen und die Tür einen kleinen Spalt offen lassen. Wählen Sie 50°C, verteilen Sie die Beeren auf mehrere Backbleche, und tauschen Sie diese im Ofen alle halbe Stunde. Somit werden alle Beeren gleichmäßig getrocknet. Nach 2 Stunden sollte der Vorgang abgeschlossen sein.

Dörrautomat – Aroniabeeren trocknen wie die Profis

Für alle, die ein perfektes Ergebnis erreichen wollen, ist ein Dörrautomat die richtige Wahl. Hier lässt sich die Temperatur exakt einstellen, es gibt mehrere „Etagen“ für das Dörrgut, und die Temperatur ist überall gleichmäßig verteilt. Es gibt viele verschiedene Automaten in verschiedenen Größen- und Preiskategorien. Wenn Sie nachhaltig Aroniabeeren trocknen wollen, und das jedes Jahr in größeren Mengen, ist so ein Dörrautomat sehr praktisch und nur zu empfehlen.

Rohkost – was ist das?

Von Rohkost spricht man, wenn man Gemüse- und Obstsorten roh verzehrt. Aber auch getrocknete Lebensmittel, die nicht mit mehr als 45°C haltbar gemacht wurden, gehören hier dazu. Vor allem das wichtige Vitamin C ist sehr hitzeempfindlich, und Rohkost verspricht durch die Naturbelassenheit den größtmöglichen Gehalt an Nährstoffen. Die Sonnentrocknung war die erste bekannte Form vom schonenden Trocknen von Früchten und Beeren. Durch die sanfte Wärme und dem langsamen Austrocknen konnten v.a. viele Antioxidantien über einen längeren Zeitraum konserviert werden.

Die Indianer und die Aroniabeere

Die Ureinwohner Nordamerikas waren wohl die ersten Menschen, die um die wertvolle Bedeutung der Aroniabeere wussten. Bekanntlich waren sie erfahrene Jäger und Sammler, die auch mal mehrere Tage unterwegs waren, bevor sie mit Beute wieder ins Lager zurückkehrten. Um auf dieser beschwerlichen Reise fit zu bleiben und um die für die Jagd nötige Energie zu haben, nutzten sie ein heute als Pemmican bekanntes Survivalfood. Dieses ist eine Mischung aus getrocknetem Fleisch, Schmalz und verschiedenen getrockneten Früchten, darunter auch Aroniabeeren. Während das getrocknete Fleisch Proteine lieferte, dienten die Früchte als Zucker und Vitaminlieferanten. 

Indianer des Potamatomi-Stammes, wie auch andere Stämme, verwendeten Aroniabeeren jedoch nicht nur als Zutat in ihrem Essen, sondern auch als Medizin. Schamanen machten Umschläge mit Aroniasaft und anderen Kräutern für Wunden und Verletzungen wie auch als ein Mittel gegen Erkältungen und Fieber.

Man mag es nicht sofort meinen, aber Aronia war für die Indianer ein Allround-Produkt.

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Geschrieben von Samuel Globisch

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